Geistlicher Impuls

Monatsspruch für den Monat August

Geh und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Matthäus 10,7

Liebe Gemeinde,
Tilmann Popp - Kopie.jpg Kommen und gehen, diese beiden Begriffe prägen das Leben meiner Frau und mir im Moment. Während Sie diese Zeilen lesen, sind wir vermutlich dabei, auszusortieren, Kisten zu packen oder uns von lieben Menschen zu verabschieden.
„Geht und verkündet“ so lautet der Auftrag, den Jesus an seine Jünger gibt. Der Monatsspruch für den August greift dies auf und macht es zu unserer Aufgabe:
„Geht und verkündet“ Ich lese bei Matthäus nach. Wie war das damals bei den Jüngern und bei Jesus mit dem Auftrag? „Nehmt keinen Geldbeutel mit, auch keine Tasche für den Weg und auch nicht zwei Hemden.“ Für unseren Umzug wäre das natürlich ganz praktisch. Was haben wir nicht alles für Dinge. Dinge, die mich nicht nur beim Umzug daran hindern, einfach loszugehen. Das müssen nicht nur materielle Dinge sein. Mir fallen Vorbehalte, Skepsis oder auch Bequemlichkeit ein. Was macht uns nicht alles so unbeweglich.
Ich erlebe das nicht nur bei mir. Auch meine Kirche hält so manches gefangen. Und wieviel Gemeinden tun sich schwer damit, aufeinander zuzugehen. „Geht und verkündet“ Der Auftrag richtet sich nach außen. Doch bevor die Jünger aufbrechen, wurden sie gestärkt. Erst im 10. Kapitel berichtet Matthäus von der Aussendung. Vorher stehen die innere Stärkung und Zurüstung. Ich brauche Kraft für den Weg und diese finden die Jünger in der Gemeinschaft. Als Kirche leben wir diese Gemeinschaft. Wir teilen unseren Glauben und begegnen Jesus selbst im Abendmahl. Gewiss, auch in der Kirche läuft nicht alles rund und auch unter den Jüngern gab es Streit. Trotzdem haben sie sich immer wieder an dem orientiert, der verbindet: An Jesus Christus und seiner guten Botschaft. Wie diese Botschaft aussieht, finden wir zum Beispiel in der Bergpredigt oder in den Gleichnissen über das Himmelreich.
„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ Damals wie heute ist die Welt auf diese Botschaft angewiesen. Damals wie heute war der Weg in die Welt nicht leicht. Deswegen sandte Jesus seine Jünger nicht allein aus. „Geht zwei und zwei“ Ich freue mich auf Begegnungen mit ihnen. Und vielleicht sind es gerade wir zwei, die einen Schritt nach außen gehen.
Zuvor packe ich aber noch ein paar Sachen. Denn ganz ohne etwas will ich mich dann doch nicht auf den Weg machen.

Sup. des. Tilmann Popp